Best-Practice-Beispiel digitale Lehre: Smartes Physiklabor

Best-Practice-Beispiel digitale Lehre: Smartes Physiklabor

Smartes Physiklabor: Projektmitarbeiter Andreas Kaps (links) und Projektleiter PD Dr. Frank Stallmach, Foto: Universität Leipzig

Wie digitale Lehre gelingen kann, zeigen wir Ihnen anhand von ausgewählten Praxisbeispielen an unserer Universität. In einem modulübergreifenden Lehr-Lern-Projekt in der Didaktik der Physik verwandelt sich das Smartphone angehender Physik-Lehrerinnen und -Lehrer in ein smartes Physiklabor, mit dem man auch zu Hause Experimente durchführen kann.

Das Lehrangebot

Studiengang: Lehramt Physik

Lehrveranstaltung/Modul: Fachdidaktik 2 – Grundlagen des Unterrichtens von Physik

Format: Onlineseminar mit smartphonebasierten Experimentier-Hausaufgaben
„Studierende nutzen in diesem Modul Smartphones und Tablets als physikalisches Experimentiermedium. Die mobilen Endgeräte eignen sich durch ihre interne Sensor- und Messtechnik dazu, selbstständig physikalische Effekte und Gesetzmäßigkeiten zu untersuchen, und verwandeln sich durch die Installation der App phyphox (kurz für: physical phone experiments) in ein eigenes smartes Homelabor.
Angeleitet über einen Moodle-Kurs arbeiten die Studierenden selbstständig an schulrelevanten Experimentieraufgaben, analysieren diese aus fachlicher und fachdidaktischer Sichtweise und entwickeln daraus Aufgaben für den Einsatz in der Schule. Dabei lernen sie, wie lehrplanrelevante Inhalte in experimentelle Problemstellungen mit dem Smartphone eingebettet und transportiert werden können.
Die Experimentierhausaufgaben für das Smarte Physiklabor wurden entweder von uns selbst entwickelt oder sie stammen aus der ‚homelabchallenge‘ des phyphox-Entwicklerteams der RWTH Aachen, mit dem wir erfolgreich zusammenarbeiten.“

Größe der Gruppe: ca. 40 Studierende

Verwendete Software, Technik, Hilfsmittel etc.: Moodle, Smartphone mit der installierten phyphox-App

Vorerfahrungen/Vorbilder: „Smartphonebasierte Experimentier-Hausaufgaben setzen wir seit dem Wintersemester 2018/19 in der Erstsemestervorlesung ‚Experimentalphysik 1 – Mechanik‘ ergänzend zu den üblichen Übungsaufgaben erfolgreich ein. Dabei zeigte sich, dass durch den Einsatz des eigenen Smartphones das Interesse und die Motivation der Studierenden für die Physik gestärkt wird. Dies hat uns ermutigt, auch für die Lehre in der Fachdidaktik Smartphones in digitalen Lehr-Lern-Szenarien einzubinden.“

Vorteile: „Hohe Praxisorientierung. Der experimentelle Charakter eines Lehramtsstudiums im Fach Physik wird durch das Homelabor auch während des digitalen Semesters ermöglicht.“

Nachteile: „Fehlender persönlicher Kontakt zu den Studierenden und deren Feedback. Die Arbeit im Homelabor erfordert von Lernenden mehr Aufwand und Zeit, da die Ansprechpartner aus den Präsenzlehrveranstaltungen fehlen.“

Mehr Einblicke:
Zum Projekt phyphox (physical phone experiments) der RWTH Aachen, mit dem die Didaktik der Physik unserer Universität zusammenarbeitet, gibt es einen eigenen Twitter-Kanal und einen YouTube-Channel mit aktuellen Informationen und Anwendungsbeispielen.

Einbindung in die Module:
In den Wintersemestern wird das Lehr-Lern-Projekt in dem Modul Experimentalphysik 1 – Mechanik (PD. Dr. Frank Stallmach) für Lehrämter eingesetzt, im Sommersemester findet es in der Physikdidaktik (Dr. Peter Rieger) statt. Für die fachdidaktische Umsetzung und Analyse sind Dr. Peter Rieger und Doktorand Andreas Kaps zuständig

Video: Das smarte PhysikLabor an der Uni Leipzig (YouTube)

Quelle:
Pressemitteilung Universität Leipzig

Weitere Informationen:
PD Dr. Frank Stallmach
Didaktik der Physik
E-Mail

Dr. Peter Rieger
Didaktik der Physik
E-Mail

Andreas Kaps
Doktorand
E-Mail

letzte Änderung: 19.05.2020

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