Zweite Förderperiode des Sonderforschungsbereichs Transregio 172 bewilligt

Zweite Förderperiode des Sonderforschungsbereichs Transregio 172 bewilligt

Prof. Dr. Manfred Wendisch ist Sprecher des Sonderforschungsbereichs „Arktische Klimaänderung (AC)³“. Foto: Universität Leipzig/Carsten Heckmann

Der Sonderforschungsbereich SFB/TRR 172 „Arktische Klimaänderung (AC)³“ unter der Federführung des Meteorologen Prof. Dr. Manfred Wendisch von der Universität Leipzig geht in die zweite Förderperiode. Im Januar 2020 setzt der Forschungsverbund, zu dem auch die Universitäten in Bremen und Köln sowie das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) in Leipzig gehören, seine erfolgreiche Arbeit für vier weitere Jahre fort. Ziel des Forschungsverbundes ist es, die derzeitig ablaufende dramatische Klimaentwicklung in der Arktis mit verschiedenen Methoden zu beobachten, um die Verlässlichkeit von Modellen zur Vorhersage der beobachteten Erwärmung in der Arktis zu verbessern.

„In der ersten Phase haben wir erfolgreich hauptsächlich diejenigen lokale Prozesse beobachtet und durch Modelle reproduziert, welche wesentlich zur Erklärung des Phänomens der Arktischen Verstärkung beitragen“, sagt Wendisch. Die Wolken spielen dabei eine entscheidende Rolle. Dazu wurden drei aufwändige Messkampagnen in der Arktis durchgeführt. In der zweiten Phase werden die bisherigen Untersuchungen auf die innere Arktis und ein ganzes Jahr als Beobachtungszeitraum ausgedehnt, um jahreszeitliche Unterschiede zu quantifizieren. Das Forschungsflugzeug HALO, sowie die Polarflieger Polar 5 und 6 in Verbindung mit dem Eisbrecher Polarstern werden dabei zum Einsatz kommen. Letztere sind Bestandteil der MOSAiC Kampagne unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Dabei ist die Polarstern 14 Monate im Eis eingefroren. (AC)³ liefert den wesentlichen Beitrag deutscher Universitäten zu MOSAiC. „Wir haben uns generell für die zweite Phase vorgenommen, das Zusammenwirken verschiedener Rückkopplungsmechanismen, die als Ursache der Arktischen Verstärkung vermutet werden, in ihrem Zusammenspiel besser zu verstehen“, so Wendisch.

Quelle:
Pressemitteilung Universität Leipzig

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Manfred Wendisch
Leipziger Institut für Meteorologie
Tel.: + 49 (0) 341 97-32 851
E-Mail | Webseite

letzte Änderung: 25.11.2019