Ab in die Arktis – Sonderforschungsbereich gestartet

Ab in die Arktis – Sonderforschungsbereich gestartet

Vom 30. Mai bis zum 1. Juni veranstaltete der SFB-Transregio 172 „Arktische Klimaveränderung“ sein „Kick-of-Meeting“ im Kloster Nimbschen in Grimma. Manfred Wendisch, der Sprecher des Sonderforschungsbereichs, konnte 80 Wissenschaftler begrüßen (vertretene Institutionen neben unserer Universität: Universität Bremen, Universität zu Köln, Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Leibniz Institut für Troposphärenforschung).

Das Forschungsschiff „Polarstern“ bei einer Eisstation in der zentralen Arktis. Foto: Mario Hoppmann, Alfred-Wegener-Institut
Kick-off Meeting im Hotel Kloster Nimbschen. Foto: Marlen Brückner

Das Thema des SFB in Kürze: Innerhalb der letzten 25 Jahre wurde ein überproportionaler Anstieg der bodennahen Lufttemperatur in der Arktis beobachtet – er übertrifft die durchschnittliche globale Erwärmung um das Doppelte. Dieses Phänomen wird als arktische Verstärkung bezeichnet. Sie führt zu dramatischen Veränderungen in der Arktis, die erhebliche Auswirkungen auch auf das globale Klimasystem haben. Allerdings können Klimamodelle diesen Effekt bis heute nicht korrekt reproduzieren. Daher lautet die Zielstellung des Projekts, die Schlüsselprozesse, die zur arktischen Verstärkung beitragen, zu identifizieren, zu untersuchen und zu bewerten. So soll das Verständnis der wesentlichen Rückkopplungsmechanismen vertieft und gleichzeitig deren relative Bedeutung für die arktische Verstärkung quantifiziert werden. Durch die Verbindung von Beobachtungs- und Modellstudien sollen zudem die Vorhersagen der künftigen arktischen Klimaentwicklung verbessert werden.

Highlights in den nächsten Jahren werden vor allem die großen intensiven Messkampagnen in der Arktis sein. Zum einen wird das Forschungsschiff Polarstern vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung für vier Wochen mit mehr als 30 Wissenschaftlern ins arktische Eis aufbrechen, zum anderen finden gleichzeitig sowohl Flugzeug- als auch Bodenmessungen statt.

Quelle:
Leipziger Universitätsmagazin

letzte Änderung: 19.10.2017

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